SONDENGÄNGER

Sondengängerschulung im NLD,
April 2018 (Foto: H. Haßmann).

Da archäologische Funde nicht nachwachsende, irreversible Quellen der Geschichte sind und ihre historische Aussage nur in ihrem Fundkontext preisgeben, ist die Suche mit Metallsonden grundsätzlich problematisch. Es besteht die Gefahr, dass Metallgegenstände ohne professionelle Dokumentation ihrem Fundzusammenhang entrissen und auf ihren rein antiquarischen Wert reduziert werden. Zudem sind Metallfunde konservatorisch hoch sensibel und am besten im Erdreich geschützt. Sind sie erst einmal geborgen, ist ihre Erhaltung oftmals sehr schwierig und aufwändig. Daher ist die Suche nach archäologischen Funden mit technischen Hilfsmitteln, vor allem Metalldetektoren, genehmigungspflichtig (§ 12 NDSchG).

Unter dem Dach der Archäologischen Kommission für Niedersachsen e.V. haben sich die Archäologinnen und Archäologen in den Denkmalbehörden des Landes und der Kommunen auf ein landeseinheitliches Verfahren zur Sensibilisierung und Qualifizierung von Sondengängern verständigt.

Das inzwischen bewährte System sieht für Personen, die mit Hilfe von Metallsonden nach archäologischen Funden suchen wollen, ein dreistufiges System vor, das die Information, Sensibilisierung und Fortbildung der Interessierten zum Ziel hat. Die einzelnen Schritte sind auf der nachfolgenden Seite zu den Sondengängerkursen beschrieben.

Die Publikationen „Mit der Metallsonde unterwegs in Niedersachsen“ und „Merkblatt zur Qualifizierung von Sondengänger/innen“ stehen zum kostenlosen download zur Verfügung. (nld)

Sondengängerkurse

Erfahren Sie hier mehr über die Kurse für Songengänger/*innen, die im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Hannover abgehalten werden.

Kursunterlagen

Ein Teil der Vorträge, die Sie während der zweitägigen Schulung hören, kann auf der nachfolgenden Seite heruntergeladen werden.

Rechtliche Aspekte beim Einsatz des Metalldetektors

Arnd Hüneke hat in einem Artikel, der in der Zeitschrift Denkmalpflege in Niedersachsen erscheinen ist, über das Wohl und Wehe des Metalldetektors im Zusammenhang mit den §§ 12,13 und 14 des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes einen Beitrag verfasst.

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