VORSCHAU

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Online Vortrag: 10. November, 18:00 Uhr

Numismatik vernetzt – Numismatische Kommission, Deutsche Numismatische Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst

Prof. Dr. Johannes Nollé (München) und Prof. Dr. Bernhard Weisser (Berlin)

Das antike Kleinasien und die Robert’sche Methode – eine komplexe Vernetzung im Zeitalter von ‚Numismatik vernetzt’

Es ist kaum zu beschreiben, wieviel die Erforschung des antiken Kleinasiens dem französischen Altertumsforscher Louis Robert (1904-1985) verdankt. Das gilt in besonderem Maße für die Münzen als Geschichtszeugnisse Anatoliens – des Landes, wo die Münze entstanden ist. Erst Robert hat vorbildlich aufgezeigt, was alles an historischen Erkenntnissen aus Münzen zu gewinnen ist, wenn sie mit literarischen, inschriftlichen und archäologischen Zeugnissen verbunden werden. Aus Roberts Angang an die Münzen ist eine neue Methodik der Numismatik entstanden, die die Bedeutung dieser Quellengattung in ungeahnte Höhen erhoben hat. Durch die Robert’sche Methode sind die Anforderungen an alle, die sich mit Münzen beschäftigen, enorm gestiegen. Allerdings sollte gerade in einem Zeitalter der Digitalisierung – die den Zugriff auf Literatur und die Verbindung von Gelehrten miteinander stark vereinfacht hat – diese Herausforderung zu meistern sein.

Teilnahme am Vortrag erfolgt über den Web-Account von Prof. Dr. Bernhard Weisser (eine Registrierung ist nicht nötig, einfach den Link aufrufen): https://spk-berlin.webex.com/meet/b.weisser

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Online Vortrag: 8. Dezember, 18:00 Uhr

Numismatik vernetzt – Numismatische Kommission, Deutsche Numismatische Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst

Dr. David Wigg-Wolf (Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Aleksander Bursche, Dr. Holger Komnick, Dr. Kiril Myzgin, Marjanko Pilekić M.A. und Tom Wiecek M.A.

Repräsentationen der Macht. Münzen als neue Quelle zum Aufstieg der Goten?

(Grafik: M. Pilekić, RGK Frankfurt)

Bei der Schlacht von Abritus 251 n. Chr., bei der der römische Kaiser Traianus Decius und sein Sohn Herennius Etruscus den Tod fanden, habe die Goten offenbar den kaiserlichen Schatz mit zahlreichen Goldmünzen erbeutet. Bald darauf beginnt eine Prägung von Imitationen römischer Münzen – teilweise mit den in der Stadt Alexandria Troas erbeuteten Münzstempeln –, die insbesondere auf dem Territorium der heutigen Ukraine gefunden und deshalb mit den Goten in Verbindung gebracht werden.
Die zahlreichen Imitationen in Gold und Silber spielten eine wichtige Rolle bei der Selbstdarstellung der germanischen Eliten am Anfang der Spätantike und sind ein wichtiges Zeugnis des Aufstiegs der Goten sowie ihrer Rolle beim Niedergang des römischen Imperiums.

Der Vortrag gibt einen Einblick in das Forschungsprojekt IMAGMA, welches von Prof. Dr. Alexander Bursche (University of Warsaw, Poland) und Dr. David Wigg-Wolf (Römisch Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Frankfurt, Germany) koordiniert wird.

Teilnahme am Vortrag erfolgt über den Web-Account von Prof. Dr. Bernhard Weisser (eine Registrierung ist nicht nötig, einfach den Link aufrufen): https://spk-berlin.webex.com/meet/b.weisser

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