VERANSTALTUNGEN & HINWEISE 2022

Vortrag: 16. November 2022, 18:30 Uhr

Antike & Gegenwart e.V.
Freundes- und Förderkreis Museum August Kestner

Prägung des Maussolos (Foto: ANS 2002.20.1).

Öffentlicher Vortrag im Vortragsraum des Museums August Kester, Trammplatz 3, 30159 Hannover

Hülya Vidin M.A. (Hannover)

Weltwunder – Macht – Reichtum: Das Herrschergeschlecht der Hekatomniden

Das Herrschergeschlecht der Hekatomniden errichtete Weltwunder und förderte griechische Künste im 4. Jh. v. Chr. in ihrem Reich in Karien in der heutigen Türkei. Mithilfe der Münzen und Bauten soll ihren Geheimnissen und Reichtümern nachgegangen werden.

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Online Vortrag: 10. November, 18:00 Uhr

Numismatik vernetzt – Numismatische Kommission, Deutsche Numismatische Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst

Prof. Dr. Johannes Nollé (München) und Prof. Dr. Bernhard Weisser (Berlin)

Das antike Kleinasien und die Robert’sche Methode – eine komplexe Vernetzung im Zeitalter von ‚Numismatik vernetzt’

Es ist kaum zu beschreiben, wieviel die Erforschung des antiken Kleinasiens dem französischen Altertumsforscher Louis Robert (1904-1985) verdankt. Das gilt in besonderem Maße für die Münzen als Geschichtszeugnisse Anatoliens – des Landes, wo die Münze entstanden ist. Erst Robert hat vorbildlich aufgezeigt, was alles an historischen Erkenntnissen aus Münzen zu gewinnen ist, wenn sie mit literarischen, inschriftlichen und archäologischen Zeugnissen verbunden werden. Aus Roberts Angang an die Münzen ist eine neue Methodik der Numismatik entstanden, die die Bedeutung dieser Quellengattung in ungeahnte Höhen erhoben hat. Durch die Robert’sche Methode sind die Anforderungen an alle, die sich mit Münzen beschäftigen, enorm gestiegen. Allerdings sollte gerade in einem Zeitalter der Digitalisierung – die den Zugriff auf Literatur und die Verbindung von Gelehrten miteinander stark vereinfacht hat – diese Herausforderung zu meistern sein.

Teilnahme am Vortrag erfolgt über den Web-Account von Prof. Dr. Bernhard Weisser (eine Registrierung ist nicht nötig, einfach den Link aufrufen): https://spk-berlin.webex.com/meet/b.weisser

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Kolloquium: 28.-29. Oktober 2022

16. Tag der Antiken Numismatik

Vortragssaal im LWL-Museum für Kunst und Kultur / Westfälisches Landesmuseum, Domplatz 10, 48143 Münster

Im Herbst wird traditionell in Münster der Tag der Antiken Numismatik veranstaltet. Aktuelle Forschungen, (Zwischen-)Ergebnisse von Qualifikationsarbeiten und laufende Projekte werden vorgestellt, um sie miteinander im breiten Kreis der Münzfreunde und -freundinnen zu diskutieren. Dabei soll der Austausch zwischen akademischer und nichtakademischer numismatischer Gemeinde angeregt und ausgebaut werden.

Die Vortragssektionen werden ergänzt durch Poster aus verschiedenen Bereichen numismatischer Forschung. Poster können gerne noch bis zum 25.10.2022 angemeldet werden.

Programm

Der Abendvortrag leitet die Veranstaltung am Freitag, 28.10.2022, ein. Anschließend wird der Walter-Hävernick-Preis der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland e. V. verliehen. Organisiert wird der TAN von der Forschungsstelle Antike Numismatik am Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie / Archäologisches Museum der WWU Münster, dem Münzkabinett am LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster sowie dem Verein der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete e. V.

Freitag, 28.10.2022

17:00 Uhr Abendvortrag von Bernward Ziegaus (München): „Keltische Münzmeister, Wanderhandwerker und Münzfälscher. Werkstätten, Werkplätze und Stempeldepots im spätkeltischen Mitteleuropa“

18:15 Uhr Verleihung des Walter-Hävernick-Preises der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland e. V.
An Ehsan Shavarebi (Wien) für seine Masterarbeit „Monetae Antiquae Bazirenses. A Catalogue and Analysis of Coin Finds from Archaeological Excavations at Barikot (Swāt Valley, Pakistan), 1984–2020“ mit einer Würdigung durch Stefan Kötz (Münster).
An Julius Roch (Berlin) für seine Dissertation „Die kaiserzeitliche Münzprägung Milets. Fallstudie zur Entwicklung der Repräsentation, Perzeption und Integration der römischen Autoritäten im kollektiven Selbstverständnis der Städte Kleinasiens“ mit einer Würdigung durch Ulrike Peter (Berlin)

Samstag, 29.10.2022

9:30 Uhr Begrüßung

9:45–10:45 Uhr „Kelten“
– „Die keltischen Kleinsilbermünzen aus dem oberen Donauraum“ (Markus Möller)
– „Künstliche Intelligenz für die Numismatik? Digitalisierung und automatisierte Klassifikation keltischer Münzen im Verbundprojekt ClaReNet“ (David Wigg-Wolf)

*** Getränkepause ***

11:15–12:15 Uhr „Griechisches“
– „Das Pferd als Motiv auf den Münzen des Mittelmeerraumes von der Archaik bis zum Hellenismus“ (Oliwia Ullrich)
– „Die Adaption von Münzgeld in Etrurien aus (multi-)normativer Perspektive“ (David Hack)

*** Mittagspause ***

14:00–14:15 Uhr Kurzpräsentation der Poster & Vorstellung der Reise-Stipendiatinnen und -Stipendiaten

14:15–15:15 Uhr „Nominal- und Gewichtsfragen“
– „Untersuchungen über Kleinbronzenominale der Münzstätte Alexandria während der Hochphase der römischen Kaiserzeit“ (Bernd Klesper)
– „Fit for use – Verwendung untergewichtiger Schrötlinge in der antiken Münzfertigung“ (Wolfgang Bretz mit Bärbel Morstadt & Jannis Hourmouziadis)

*** Getränkepause ***

15:45–16:45 Uhr „Römische Reichsprägung (1)“
– „Zur imitatio Alexandri bei Caracalla“ (Kristin Rehling)
– „Die Münzprägung der römischen Kaiser Balbinus und Pupienus“ (Maya Elisa Lerner)

*** Getränkepause ***

17:00–18:00 Uhr „Römische Reichsprägung (2)“
– „Einprägende Bilder: Die Ästhetik(en) der Münzen der römischen Kaiserzeit“ (Michele Lange)
– „Goldmünzen im Alltag der Kaiserzeit“ (Patrik Pohl)

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Online Vortrag: 13. Oktober, 18:00 Uhr

Numismatik vernetzt – Numismatische Kommission, Deutsche Numismatische Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst

Dr. Johannes Eberhardt (Berlin) und Studierende der Burg Giebichenstein (Kunsthochschule Halle)

Nähe und Distanz! Beiträge aus der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zum Jahresthema des Berliner Medailleurkreises

Distanz zu wahren, Nähe zuzulassen – je nach Kontext kann das eine wie das andere fern- und naheliegen: etwa Nähe zu Menschen, Sehnsuchtsorten, Zuständen oder Distanz zu Krankheit, Krise, Krieg. Trotz oder vielleicht gerade wegen der vielfachen Austauschbarkeit der Begriffe umreißen sie prägende Erfahrungen, gerade auch der jüngsten bruchreichen Zeit. Das ‚Brennglas Medaille’ eignet sich besonders gut dazu, auch kritische oder widersprüchliche Situationen und Gefühle einzufangen, zu hinterfragen, zu kommentieren und konzentriert als Kunst für alle Sinne von Hand zu Hand gehen zu lassen. Die Beiträge von neun Studierenden der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zum Jahresthema des Berliner Medailleurkreises beschäftigen sich in ganz unterschiedlicher Weise mit Gründen und Erlebnissen von Nähe und Distanz im Jahr 2021: Von dekorativen über politisch-gesellschaftskritische bis hin zu rein abstrakten Bildfindungen ist hierbei alles zu erkunden, werden ihre Bezüge zu aktuellen Bedingungen, Symptomen und Konsequenzen von Nähe und Distanz diskutiert. Alle Beiträge werden bis Januar 2023 in der Sonderausstellung des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit der Staatlichen Münzsammlung München unter dem Titel ‚Hand Große Kunst‘ die bereits in der Residenz München zu sehen war, gezeigt.

Teilnahme am Vortrag erfolgt über den Web-Account von Prof. Dr. Bernhard Weisser (eine Registrierung ist nicht nötig, einfach den Link aufrufen): https://spk-berlin.webex.com/meet/b.weisser

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Online Vortrag: 11. Oktober, 19:00 Uhr

Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung

Hartwig Bohnenkamp-Schmale und Lennart Bohnenkamp

Wo Aller und Oker zusammenfließen. Standortfrage und Entstehungskontext der Mundburg des Bischofs Bernward von Hildesheim

Silbermünze von der Mundburg, nach 995 n. Chr. (Foto: Staatliche Museen zu Berlin)

Die beiden Heimatforscher und Historiker Hartwig Bohnenkamp-Schmale und Lennart Bohnenkamp widmen sich in ihrem Vortrag einer der berühmtesten Burgen unserer Region – der frühmittelalterlichen Mundburg am Zusammenfluss von Aller und Oker. Gebaut hat sie der Bischof Bernward von Hildesheim kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 993 n. Chr. Eine besondere Bedeutung hatte die Mundburg auch deshalb, weil der Bischof hier seine Silbermünzen prägen ließ. Doch warum hat Bernward von Hildesheim die Mundburg überhaupt so weit oben im Norden seines Herrschaftsgebiets gebaut? Warum hat die Burg anscheinend nur für wenige Jahre bestanden? Und warum ist es bis heute niemandem gelungen, die Überreste der Mundburg und ihren genauen Standort wiederzufinden? All diesen Fragen wird in dem Vortrag nachgegangen.


Der Veranstaltungsort ist die Johannes-Gemeinde, Hahnenhorner Straße 2, 38539 Müden (Aller). Der Eintritt zu den Vorträgen, die von der Kreis- und Stadtarchäologie Gifhorn in Zusammenarbeit mit der Archäologie-AG des Museums- und Heimatvereins Gifhorn e.V. organisiert werden, ist wie immer frei. 

Der Zugangslink zur Zoom-Übertragung: 
https://us06web.zoom.us/j/82761592150?pwd=Y1FMNC81aXhSSld0eVpaaTlodmF4UT09

Meeting-ID: 827 6159 2150
Kenncode: 155707

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Call for Papers

16. Tag der Antiken Numismatik

Am Samstag, den 29. Oktober 2022, findet in Münster der diesjährige „Tag der Antiken Numismatik“ (TAN) statt, der ein Gemeinschaftsprojekt der Forschungsstelle Antike Numismatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, des Münzkabinetts am LWL-Museum für Kunst und Kultur / Westfälisches Landesmuseum sowie des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete e. V. ist.

Wie in den Jahren zuvor soll die Veranstaltung u. a. dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Plattform bieten, um neueste Forschungen und Projekte untereinander und mit Münzfreundinnen und -freunden zu diskutieren, sowie Möglichkeiten schaffen, den Blick auf das Material zu erweitern. Ziel ist es, alle an antiken Münzen Interessierten zu fruchtbarem Austausch zusammenzubringen und Kontakte untereinander zu fördern.

Wir freuen uns auf Beiträge, die universitäre Abschluss- und Qualifikationsarbeiten aus dem Bereich der Antiken Numismatik vorstellen, sowie auf Präsentationen von laufenden oder auch geplanten numismatischen Projekten. Sowohl Wortbeiträge als auch Poster-Präsentationen sollen ihren Platz finden. Ganz bewusst verzichten wir auf eine thematische Einengung. Der Erfolg der Veranstaltung zeigt, dass das Format mit seiner zuvor nicht planbaren Themenbreite, die die Vielfalt numismatischer Arbeit spiegelt, jedem TAN sein neues, eigenes Profil verleiht, das die Vielzahl von Gästen anspricht und damit das intendierte Miteinander von Wissenschaft und Öffentlichkeit fördert.

Anmeldungen von Kurzbeiträgen, Referaten und Poster-Präsentationen richten Sie bitte mit einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung bis zum 28. August 2022 an katharina.martin@wwu.de. Nach Ablauf dieser Deadline werden wir Sie zeitnah informieren, ob Ihre Beitragsmeldung angenommen ist. Eingeleitet wird der TAN bereits am Vorabend (Freitag, den 28. Oktober 2022) mit einem Abendvortrag. In diesem Jahr wird Dr. Bernward Ziegaus von der Archäologischen Staatssammlung München über „Keltische Münzmeister, Wanderhandwerker und Münzfälscher. Werkstätten, Werkplätze und Stempeldepots im spätkeltischen Mitteleuropa“ sprechen. Ebenfalls in diesem Rahmen wird am Freitag (ab ca. 17 Uhr) der Walter-Hävernick-Preis der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Ausgezeichnet werden eine Dissertation und eine Masterarbeit. Beide Preisträger werden anschließend aus ihren Abschlussarbeiten berichten.

Dr. Gerd Dethlefs – Stefan Kötz, M.A. – Prof. Dr. Achim Lichtenberger – Dr. Katharina Martin

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Herbstschule: Autumnschool des Numismatischen Verbundes in Baden-Württemberg (NV BW) in Stuttgart, 4.-6.10.2022.

Das Geld liegt auf der Straße
Zum wissenschaftlichen Umgang mit Fundmünzen

Die Numismatische Herbstschule findet in diesem Jahr am Verbundstandort Stuttgart statt.

Inhalt: Im Fokus stehen v.a. die Methodik und die Feinheiten der epochenübergreifenden Fundnumismatik. Der Weg der Fundmünze wird von der Ausgrabung über die (gemeinsame) Bestimmung und Restaurierung bis hin zur Inventarisierung und Ausstellung nachverfolgt. Zudem werden Strukturen und Standards numismatischer Datenbanken präsentiert und Auswertungsmöglichkeiten diskutiert.

Auch Berufsperspektiven für NumismatikerInnen werden erörtert. Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache  durchgeführt.

Zielgruppe: Die Herbstschule wendet sich an Studierende und Promovierende archäologischer und historischer Disziplinen. Da mit Originalen gearbeitet wird, können nur 10 Plätze vergeben werden.

Ort: Universität Stuttgart, Landesmuseum Württemberg, Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen

Beginn: Dienstag, 4. Oktober, um 9.30 Uhr. Anreise am Vorabend ist erwünscht.

Die Unterbringung wird zentral organisiert. Eine finanzielle Unterstützung ist für Auswärtige möglich.

Ende: Donnerstag, 6. Oktober, um 16 Uhr

Bewerbungen mit CV und Motivationsschreiben sind bis zum 31.08.2022 digital an die Koordinatorin des NV BW, Dr. Susanne Börner: susanne.boerner@zaw.uni-heidelberg.de zu richten.

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Stellenausschreibung: 01.10.2022 bis 31.12.2026

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
-Landesmuseum für Vorgeschichte-

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Im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt -Landesmuseum für Vorgeschichte- startet aktuell ein Projekt zur Erfassung der Fundmünzen in den Museen Sachsen-Anhalts ist vom 1.10.2022 bis 31.12.2026 im Rahmen eines Digitalisierungsprojekts zu den Fundmünzen Sachsen-Anhalts eine Stelle als

Numismatiker (m/w/d)

zu besetzen.  Ihre schriftliche aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte ausschließlich auf dem Postweg unter Angabe der Kennnr. 37/22 – auch außen auf dem Briefumschlag – bis zum 20.07.2022 an:

Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt -Landesmuseum für Vorgeschichte-
Richard-Wagner-Str.9
06114 Halle (Saale)

Weitere Stellenangebote im Rahmen des Fundmünzprojekts finden Sie auch unter: https://archlsa.de/verwaltung/stellenangebote.html.

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Online Vortrag: 14. Juli 2022, 18:00 Uhr

Numismatik vernetzt – Numismatische Kommission, Deutsche Numismatische Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst

Dr. Ulf Dräger (Halle a. d. Saale) und Dr. Ulrich Sieblist (Questenberg)

Die Herstellungstechnik von Brakteaten und ihren Schrötlingen.
Offene Fragen, praktische Versuche, neue Überlegungen

Um 1120 entstanden die ersten dünnen, einseitigen Pfennige, deren Form sich in wenigen Jahrzehnten in Mitteldeutschland und angrenzenden Landschaften ausbreitete. Die Gründe für die Etablierung der Brakteaten sind bis heute umstritten. Die bekannten Äußerungen zur Technologie ihrer Herstellung lassen viele Fragen unbeantwortet und können teilweise experimentell nicht bestätigt werden. Im gemeinsamen Vortrag des Kustoden des Landesmünzkabinetts Sachsen-Anhalt im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und eines Restaurators und Goldschmieds aus dem Unterharz werden diese Fragen aufgeworfen und Lösungen aufgezeigt.

(Foto: © U. Sieblist)
(Foto: © U. Sieblist)

Teilnahme an der Videokonferenz:
Empfehlenswert ist ein Headset (das vom Handy reicht). Da wir eventuell Websites oder Texte aufrufen, wäre ein Desktop (ab windows 10) wichtig.
Es gibt drei Möglichkeiten (diese Angaben verändern sich für weitere Treffen nicht):
1. Entweder rufen Sie im Browser https://spk-berlin.webex.com/meet/b.weisser auf (dafür sollten Sie einen Rechner mit Windows 10 haben)
2. oder Sie wählen sich mit Telefon 089-9546-7578 oder 0619-6781-9736 und der Meeting-Nummer/Zugangscode: 847 287 845 ein (dann können Sie nur ohne Bild teilnehmen).
3. oder Sie treten über die Webex Meetings Smartphone-App mit Meeting-Nummer/Zugangscode 847 287 845 bei.

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Online Vortrag: Freitag, 17. Juni 2022, 17:00 Uhr

Computer Anwendungen & Quantitative Methoden in der Archäologie, Sektion Deutschland

Anika Tauschensky M.A. (Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt / Landesmuseum für Vorgeschichte)
Dr. Thomas Dunker (Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung Magdeburg)

Fundmünzerfassung mit O.S.C.A.R. (Optical System for Coin Analysis and Recognition)

O.S.C.A.R. (Foto: © LDA Sachsen-Anhalt),

Münzen aus Bodenfunden sind authentische Ausschnitte aus dem historischen Geldumlauf und stellen für die archäologische sowie landes- und wirtschaftsgeschichtliche Forschung eine bedeutende Quelle dar. Allerdings lassen sie die klassische Kennzeichnung direkt am Objekt nicht zu. Daher wurde nach einer Möglichkeit gesucht Münzen unverwechselbar beschreiben und identifizieren zu können. In Kooperation miteinander haben das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (LDA) und das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und –automatisierung (IFF) ein Werkzeug entwickelt, dass – basierend auf optischen Merkmalen – einen „digitalen Fingerabdruck“ einer Münze berechnet. Die Digitalisierung einer Münze ähnelt der Bildaufnahme bei der Erzeugung von RTI-Bildern und bestimmt Oberflächennormalen, Farbigkeit und Umriss. Mit diesen Informationen ist es möglich, in einer Datenbank bereits digitalisierter Münzen nach einer Münze mit einer hohen Übereinstimmung in Umriss und Merkmalen der Oberflächennormalen zu suchen. Mit O.S.C.A.R. konnten bereits über 25.000 Münzen digitalisiert werden.

Link zum Zoom-Meeting:
https://hs-mainz-de.zoom.us/j/98132951999?pwd=MVhSdWFZUDNJS2FPRTc0Zkg2QStUdz09
Meeting-ID: 981 3295 1999
Kenncode: 614738

(Foto: Frauenhofer IFF(V. Kühne).
(Foto: Frauenhofer IFF(V. Kühne).

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Literatur

Christ, Karl: Antike Münzfunde Südwestdeutschlands: Münzfunde, Geldwirtschaft und Geschichte im Raume Baden-Württembergs von keltischer bis in alamannische Zeit, 1960 [Vestigia. Beiträge zur Alten Geschichte, Bd. 3].

Download
Bibliographische Informationen

Dattari, Giovanni: Numi Augg. Alexandrini, Monete imperiali greche, Catalogo della collezione G. Dattari, compilato dal proprietario, I et II, Le Caire 1991.

Download Part I Download Part II
Bibliographische Informationen

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Eligius-Festvortrag: Mittwoch, 23. März 2022, 18:30 Uhr

Museum August Kestner



Prof. Dr. Achim Lichtenberger (Universität Münster)

Tyros und seine kaiserzeitliche Münzprägung
Eine selbstbewusste phönizische Metropole sucht ihren Platz in der Welt

Tyros war eine vorherrschende Geldmacht in hellenistischer Zeit in der südlichen Levante und hat auch in der römischen Kaiserzeit Münzen geprägt, zunächst als eigenständige Stadt mit Silber- und Bronzeprägung und ab Septimius Severus mit einer kolonialen Bronzeprägung. In dem Vortrag verfolgen wir die Münzikonographie in der römischen Kaiserzeit und den Wandel der städtischen Selbstdarstellung sowie die außergewöhnliche Vielfalt an Typen und vergleichsweise lange Laufzeit der Münzprägung im 3. Jh. n. Chr. Es zeigt sich, dass Tyros sowohl die römische Präsenz thematisierte, als auch selbstbewusst phönikische Lokaltraditionen herausstellte und dabei sich insbesondere auch mit der “ungriechischen” Vergangenheit auseinandersetzte und eine mediterrane Bedeutung reklamierte.

Anmerkung: Museumseintritt.

Bitte beachten Sie die zur Zeit der Veranstaltung gültige niedersächsische Covid-19 Regelung im Museum.

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Onlineveranstaltung: Friday 18 March 2022, 9.45h – 13.00h

Universität Tübingen SFB 1391 Andere Ästhetik

International Workshop via Zoom

Iconographies in Motion – Coins, Coin Types, and Communication

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Because of their coin images, Greek and Roman coins are among the most visual material culture of the ancient world. In this workshop, the conditions and mechanism for the change or continuation of coin iconographies in ancient coin series will be discussed against the backdrop of their function and meaning as communicative tool in society. In a diachronic perspective, phenomena stretching from the archaic period shall be confronted with developments during the Roman imperial period. At the same time, the conference will embrace studies on ancient coinage and coin iconographies from the central and eastern Mediterranean.

Organized within the project “Impressing Images. The Aesthetics of Coins During the Roman Empire” of the interdisciplinary collaborative research centre SFB 1391 Andere Ästhetik. Funded by the German Research Council (DFG).

Program (all times are CET)

  • 09.45 Stefan Krmnicek & Michele Lange (University of Tübingen), Welcome and introduction
  • 10.00 Manuel Flecker (Kiel University), Key note: Imagescapes. Intermedialität zwischen später Republik und früher Kaiserzeit
  • 10.30 Evangeline Markou (National Hellenic Research Foundation), Digraphic Legends, Literacy and Propaganda in Classical Cyprus. The Testimony of Coins
  • 11.00 Marc Wahl (University of Vienna), Coin Types in Motion. A Case Study of Thurium (Lucania)
  • 11.30 Panagiotis Iossif (Radboud University Nijmegen), Gender Identity, Victorious Expressions. A Quantitative Perspective of Seleucid Numismatic Evidence
  • 12.00 Simone Killen (Commission for Ancient History and Epigraphy, Munich), Ganz der Vater?! Warum das Münzportät eines neues Kaisers manchmal wie das seines Vorgängers aussieht
  • 12.30 Stefan Krmnicek (University of Tübingen), From AVGVSTVS to AVGVSTO. The coin legends’ language in motion
  • 13.00 Final discussion and farewell

If you are interested in attending, please email the organizer
stefan.krmnicek@uni-tuebingen.de

Download the flyer here.

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Vortrag: Mittwoch, 12. Januar 2022, 18:30 Uhr

Numismatische Gesellschaft zu Hannover e.V.

im Vortragsraum des Museums August Kestner, Trammplatz 3, 30159 Hannover

Reinhard Kuhn, Garbsen

Das Paradoxon der LIMA-Edition: Numismatik und Heldentum

Lima Five Guineas Old Head, 1746. 37 mm, Au, 41,72 g (Foto: Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG, Osnabrück, Auktion 331, Jan. 2020, Los 846).

Diese unter dem britischen König Georg II. von 1745 bis 1746 geprägte Serie von Umlaufmünzen verweist mit der zusätzlichen Inschrift “LIMA” propagandistisch auf die Herkunft des Edelmetalls aus Kriegsbeute von Schiffen aus Lateinamerika. Die genauen historischen und sozialgeschichtlichen Zusammenhänge wurden aber bisher offenbar falsch gedeutet.

Anmerkung: Museumseintritt. Bitte COVID-19 Regelung beachten!

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