MÜNZSAMMLUNG, MUSEUM AUGUST KESTNER (MAK)

Moderne Fassade vor dem neoklassizistische Museumsbau von 1889 (Foto: LHH, MAK).
Alte Außenansicht des neoklassizistische Museumsbaus von 1889 (Foto: MAK).

Das Museum August Kestner zeigt auf drei Etagen 6000 Jahre Kulturgeschichte in den vier Sammlungsbereichen Antike und Ägyptische Kulturen, Angewandte Kunst und eine der größten norddeutschen Sammlungen von Münzen und Medaillen. Eine denkmalgeschützte Glas-Beton-Fassade aus dem Jahr 1961 umschließt das Haus. Im Inneren finden sich noch Teile des Treppenhauses und der Seitenflügel sowie fast die gesamte Eingangsfassade des ursprünglichen ersten Museumsgebäudes.

Im Neubau verbliebene alte Fassade (Foto: MAK).

Das Museum ist benannt nach August Kestner (1777-1853), der während seiner Zeit als hannoverscher Gesandter in Rom eine beachtliche Anzahl ägyptischer und griechisch-römischer Kleinkunst, Münzen sowie andere Kunstgegenstände sammelte. Nach seinem Tode erhielt sein Neffe, Hermann Kestner, die Sammlung mit der Maßgabe, diese der Heimatstadt Hannover zu übergeben. Im Jahre 1887 wurde das Erbe durch die Sammlung des hannoverschen Senators und Druckereibesitzers Friedrich Culemann (1811-1826) erweitert. Diese besteht hauptsächlich aus mittelalterlichem Kunsthandwerk. Beide Sammlungen bilden den Gründungsbestand des 1889 eröffneten Kestner-Museums, der kontinuierlich im Sinne Kestners durch Ankäufe und zahlreiche Schenkungen ergänzt wurde. (mak)

August Kestner als Privatier (1777-1853), Gemälde von Carl Rahl (1812-1865) (Foto: Christian Tepper, MAK).
Senator Friedrich Georg Herman Culemann (1811-1886) (Foto: Wikipedia).

Die Münzen- und Medaillensammlung des Museums ist mit rund 100.000 Stücken die größte ihrer Art in Norddeutschland. Die Sammlung vermittelt 2600 Jahre Geldgeschichte beginnend mit den ältesten Prägungen aus dem antiken Griechenland. Weiterhin gehören Münzen der Römischen Republik und Kaiserzeit sowie Bleisiegel und Münzen des Byzantinischen Reiches dazu.
An mittelalterlichen Münzen sind die Brakteaten und Prägungen aus dem Gebiet des heutigen Niedersachsen hervorzuheben. Besonderheiten sind außerdem die Sammlungen antiker griechischer Münzen aus Olympia sowie deutscher Münzen des 19. Jahrhunderts. (sv)

Trite des Alyattes, Lydien,
um 575 v. Chr., Inv.-Nr. 1928.283

(Foto: MAK).
Tetradrachme, Syrakus,
469-471 v. Chr.,
Inv.-Nr. K 183 (Foto: MAK).

Aus der Sammlung

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