DIE BYZANTINISCHEN KAISER

Eine Einführung in die byzantinische Geschichte anhand von Münzen

Solidus des Leon III.
(Foto: Museum August Kestner Detlef Jürges)

Diese Online-Ausstellung entstand im Rahmen eines studentischen Praktikums im Museum August Kestner in Hannover. Sie gibt anhand einer Auswahl byzantinischer Münzen aus der Museumssammlung einen kurzen Überblick über die byzantinische Geschichte. Die Münzen verschiedener Kaiser bieten gute Ausgangspunkte: Sie zeigen die Politik der Monarchen, Kriege, dynastische Belange ebenso wie Traditionen und Religiosität. Hier werden die Themenfelder Währungsverfall, Mitkaiser, Sprachwandel und Soldatenkaiser beispielhaft vertieft.

Der Name des Byzantinischen Reiches ist eine neuzeitliche Gewohnheit und hat ihren Ursprung in dem Namen der antiken Stadt Byzantion. Sie ist die Vorgängersiedlung der späteren Hauptstadt Konstantinopel (heute Istanbul). Die Einwohner des Reiches nannten sich selbst Rhomaioi, also Römer. Sie sahen sich also nach wie vor als Bewohner des östlichen Teils des Römischen Reiches.

Man teilt die Geschichte des Byzantinischen Reiches gemeinhin in eine frühbyzantinische, eine mittelbyzantische und eine spätbyzantinische Zeit ein. Der Beginn der frühbyzantinischen Zeit wird je nach wissenschaftlicher Sichtweise unterschiedlich angesetzt, doch viele Vertreter*innen sprechen sich für Konstantin den Großen (324-337 nach Chr.) als ersten Byzantinischen Kaiser aus. Mit ihm begann die Christianisierung des Römischen Reiches, und er ließ Konstantinopel als weitere Hausptstadt ausbauen. Die mittelbyzantinische Zeit begann nach der Regierungszeit des Herakleios (610-641) und endete mit der Eroberung Konstantinopels während des Vierten Kreuzzuges im Jahr 1204. Die spätbyzantinische Zeit fällt erwartungsgemäß mit dem Niedergang des Byzantnischen Reiches zusammen. Sein Ende ist in das Jahr 1453 zu datieren, als Konstantinopel endgültig an die Osmanen fiel. Die hier gezeigten Münzen decken alle drei Perioden des Byzantinisches Reiches ab. (1/2024 Malte Sperlich, Simone Vogt)

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