MÜNZE GEFUNDEN – WAS TUN?

Ansprechpartner für alle Funde sind die Unteren Denkmalschutzbehörden oder die Leiter der Regionalreferate des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege.
In Niederachsen werden die antiken Fundmünzen von Dr. Ulrich Werz M.A. bearbeitet. Vertreten wird er von Anke Matthes M.A., beide haben ihren Arbeitsplatz im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege in Hannover. Ulrich Werz und Anke Matthes sind offiziell vom Landesamt für Denkmalpflege für die Fundmünzbearbeitung beauftragt und somit die verbindlichen direkten Kontaktpersonen. Weitere Untersuchungen der Funde, etwa deren Metallzusammensetzung, werden dann von ihnen veranlasst.

Liegen glaubwürdige Fundangaben vor, wird die Münze registriert, bestimmt und in den Beiheften der Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte veröffentlicht. Allerdings muss betont werden, dass zwischen der Meldung und der Veröffentlichung je nach Bearbeitungsaufwand und sonstigem Arbeitsanfall ein gewisser Zeitraum vergehen kann. Bei der Annahme von Objekten durch Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege ist aber zu beachten, dass diese nur dann erfolgen kann, wenn zuverlässige und glaubwürdige Angaben zu Funddatum, -ort und -umständen vorgelegt werden. Können diese nicht gemacht werden oder sind diese zweifelhaft und deuten auf eine Raubgrabung oder einen illegalen Erwerb, wird die Annahme des Objektes mit dem Verweis auf den Zusammenhang mit einer möglichen Straftat (etwa KGSG §83) abgelehnt.

Die archäologisch dokumentierten Münzfunden geben Aufschluss über die Umlaufdauer von Prägungen, ihre Verwendung und/oder die Fundart. Weitgehend aussagefrei sind daher Münzen ohne Fundort, sie taugen nur noch für ikonograpische oder prägetechnische Fragestellungen.

Liste der Ansprechpartner für Funde

In der Liste sind die Adressen der Unteren Denkmalschutzbehörden sowie der Referatsleiter im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege gelistet.
Eine Liste der Ansprechpartner anderer Bundesländer finden Sie bei NumisScience.

Arten von Münzfunden

Wird eine Münzen verloren und kann sie nicht wiedergefunden werden, so ging etwas schief. Vielfach sind Geldstücke aber auch vergraben worden, um sie zunächst dem Zugriff zu entziehen. Die Fundumstände bei der Entdeckung von Geldstücken geben Rückschlüsse auf Ereignisse der Vergangenheit.

Verwendung von Münzen

Nicht immer wurden Münzen als Zahlungsmittel in der Welt der Lebenden verwendet. Oftmals wurden sie den Verstorbenen mit ins Grab gegeben. Archäologisch dokumentierte Funde zeigen, dass nicht überall und zu allen Zeiten Prägungen Bestandteil der Grablegung waren.
Münzen konnten auch als Schmuck und Glücksbringer verwendet werden.

Umlaufdauer von Münzen

Über die Umschrift und die Darstellung, welche die Münze trägt, kann auf den Zeitpunkt ihrer Herstellung geschlossen werden. Wie lange das Geldstück im Zahlungsverkehr bleib, kann jedoch aus dem Münzbild selbst nicht geschlossen werden.

Römer in Niedersachsen

Die Münzfunde erlauben uns die Eroberungsfeldzüge der Römer im Gebiet des heutigen Niedersachsens zu rekonstruieren. Die genaue zeitliche Einordnung der Ereignisse etwa am Harzhorn oder in Kalkriese ist allein über die Fundmünzen dieser Plätze möglich.

(uw)

< zurück zu Fundmünzbearbeitung Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege Hannover (FMNLD)

Print Friendly, PDF & Email